Um die Ver­sor­gung unse­rer Pati­en­ten zu ver­bes­sern, for­schen die 4 Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken Frei­burg, Hei­del­berg, Tübin­gen und Ulm gemein­sam unter dem Dach des ZPMi Baden-​Württemberg an der immu­no­lo­gi­schen Auf­schlüs­se­lung der sich nahe­ste­hen­den Erkran­kun­gen Pso­ria­sis, Pso­ria­sis­ar­thri­tis / axiale Spon­dy­lo­ar­thri­tis, Mor­bus Crohn und Coli­tis ulce­rosa.

ZPMi - For­schungs­pro­gramm

Wir bit­ten vor allem Pati­en­ten, die kurz davor­ste­hen,
ein ers­tes Bio­lo­gi­kum zu erhal­ten und Pati­en­ten, die bereits
min­des­tens 2 Bio­lo­gi­ka­the­ra­pien durch­lau­fen haben,
um ihre Teil­nahme an unse­rer stand­ort­über­grei­fen­den Stu­die.

Was bedeu­tet diese Stu­di­en­teil­nahme für den Pati­en­ten?

Es kom­men keine Kos­ten auf die Teil­neh­men­den zu.
Alle Unter­su­chun­gen, die nicht von den Kran­ken­kas­sen bezahlt
wer­den, wer­den aus einem Stu­di­en­topf, der vom Bun­des­land
Baden-​Württemberg gespeist wird, finan­ziert.

Es muss vorab eine Ein­wil­li­gung für die Stu­die, den sog.
„Broad Con­sent"
 (= breite Ein­wil­li­gung) unter­zeich­net wer­den.
Darin geht es unter ande­rem um den Daten­schutz, auch des­we­gen,
weil sich die 4 Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken über die beson­ders gesi­cherte
sog. „bwHeal­th­Cloud“ aus­tau­schen wol­len. Die Teil­neh­men­den
wer­den in der Daten­bank nicht nament­lich genannt, aber es wer­den
unter ande­rem Infor­ma­tio­nen zu ihrer Erkran­kung, Neben­dia­gno­sen,
bis­he­ri­gen The­ra­pien und auch Labor­werte gespei­chert.

Die Pati­en­ten wer­den gebe­ten, bei ihren Besu­chen bei uns,
die im Schnitt alle 3-6 Monate statt­fin­den soll­ten, einige
zusätz­li­che Fra­ge­bö­gen vor allem zu ihrem Befin­den aus­zu­fül­len.

Außer­dem neh­men wir mehr Blut ab als gewöhn­lich, da wir
beson­dere immu­no­lo­gi­sche Tests damit durch­füh­ren, die keine
Kas­sen­leis­tung sind.
Je nach Krank­heits­en­ti­tät bit­ten wir mög­li­cher­weise,
falls ohne­hin Haut-, Stuhl-​ oder Darm­bi­op­sien ent­nom­men
wer­den müs­sen, dass wir etwas grö­ßere Men­gen gewin­nen
dür­fen, um wei­tere Immun­tests daran durch­zu­füh­ren.

Bei allen Pati­en­ten im ZPMi-​Forschungsprogramm wer­den
gene­ti­sche Ana­ly­sen im Blut, sog. HLA-​Bestimmungen, durch­ge­führt.
Auch dafür bit­ten wir schrift­lich um die Ein­wil­li­gung.
Von den meis­ten Pati­en­ten wer­den zudem Bio­pro­ben, also vor allem Blut,
aber im Ein­zel­fall auch kleine Haut- oder Darm­bi­op­sien ein­ge­la­gert.
Diese die­nen dazu, dass spä­ter, falls sich wis­sen­schaft­lich neue
Her­an­ge­hens­wei­sen abzeich­nen, daran geforscht wer­den kann.
Das nennt man „Bio­bank“ und ist eine wich­tige Ein­rich­tung für For­schende.

 

 

Mole­ku­la­res Ent­zün­dungs­board (MEB)

Schon heute dis­ku­tie­ren wir kom­plexe Erkran­kun­gen von Pati­en­ten im sog. „Mole­ku­la­ren Ent­zün­dungs­board“. Hier wird der Fall in einem Team aus Der­ma­to­lo­gen, Gas­tro­en­te­ro­lo­gen und Rheu­ma­to­lo­gen in einer gemein­sa­men Sit­zung indi­vi­du­ell bespro­chen. Wir legen gemein­sam die The­ra­pie fest und bezie­hen uns dabei auf ganz unter­schied­li­che per­sön­li­che Merk­male der Pati­en­ten. Unser Ziel ist es, dass diese „per­so­na­li­sier­ten“ Ent­schei­dun­gen in Zukunft stär­ker auf mess­ba­ren Wer­ten zum Bei­spiel im Blut basie­ren und damit noch bes­ser und ver­läss­li­cher auf den ein­zel­nen Pati­en­ten zuge­schnei­dert sind.